12. März 2026 · Pressemitteilungen

Wie eine Pressemitteilung in Fachmedien landet

Fachredaktionen in Deutschland scannen Meldungen unter Zeitdruck. Wer Struktur und Quellen sauber liefert, erhöht die Chance auf Übernahme — unabhängig davon, wie laut die Marketingabteilung die Neuigkeit findet.

Zeitung und Kaffee auf einem Lesetisch

Der Lead entscheidet in zehn Sekunden

Der erste Absatz beantwortet: Was ist neu, für wen, ab wann? Vermeiden Sie Einstiege über das Unternehmensjubiläum oder allgemeine Branchenlagen. Die Neuigkeit gehört nach oben; Kontext folgt danach.

Sperrfrist und Kontakt sichtbar halten

Sperren Sie Inhalte nur, wenn der Termin realistisch ist. Schreiben Sie Sperrfrist und Pressekontakt direkt unter die Überschrift. Redaktionen, die um 17 Uhr noch anrufen können, bevorzugen Meldungen mit erreichbarer Person — nicht nur einer allgemeinen Info-Adresse.

Zahlen mit Quelle

Marktanteile, Investitionssummen und Kundenzahlen brauchen eine Herkunft: Bilanz, eigene Erhebung mit Methodikhinweis oder externe Studie. Ohne Quelle landen Claims oft im Papierkorb oder werden stark abgeschwächt zitiert.

Länge und Anhänge

Eine bis eineinhalb Seiten reichen für die meisten Fachmeldungen. Hochauflösende Bilder mit Bildzeile und Nutzungsrecht, ein kurzes Unternehmensprofil und — wenn sinnvoll — ein Q&A als Anhang helfen, ohne den Haupttext aufzublähen.

Häufige Stolpersteine

  • Marketing-Superlatative ohne Beleg
  • Interne Projektnamen, die außen niemand kennt
  • Freigabe, die erst nach dem gewünschten Erscheinungstermin kommt
  • Gleichlautende Mails an konkurrierende Titel ohne Anpassung des Leads

Zurück zum Journal · Pressearbeit anfragen