28. Januar 2026 · Medienarbeit

Interview-Briefings, die Sprecherinnen tragen

Ein gutes Briefing macht unsicher wirkende Antworten seltener — ohne dass die Gesprächspartnerin wie ein Teleprompter klingt. Gerade in der Marketing- und Kommunikationsbranche in Deutschland erwarten Fachmedien konkrete Beispiele statt Allgemeinplätze.

Mikrofon auf einem Podium vor einem Interview

Drei Schichten Unterlagen

Hintergrundpapier (eine Seite), Kernbotschaften (drei Sätze) und Q&A mit echten Nachfragen. Das Q&A sollte unbequeme Themen enthalten: Preissteigerungen, Personalwechsel, verspätete Lieferungen. Wer nur Wohlfühlfragen übt, scheitert an der ersten Abweichung.

Probe ohne Theater

Sechzig Minuten reichen oft. Eine Person stellt Fragen im Ton der Zielredaktion, eine zweite notiert unklare Formulierungen. Videoaufzeichnung ist optional; wichtiger ist die Nachbereitung: Welche Antwort war zu lang? Welche Zahl fehlte die Quelle?

Grenzen markieren

Sprecherinnen brauchen klare Grenzen: Was darf nicht gesagt werden, weil es noch nicht freigegeben ist? Was gehört in den internen Aushang, bevor es öffentlich wird? Diese Grenzen gehören ins Briefing, nicht erst in die Autofahrt zum Termin.

Nach dem Gespräch

Kurz notieren, welche Aussagen besonders stark waren und welche Nachfragen offen blieben. So bleibt für Folgeanfragen ein Gedächtnis — und die nächste Pressemitteilung knüpft daran an.

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